Sonntag, 27. April 2008

Schleudertrauma

Unser Smartie ist beim ADAC versichert und so sind wir in den Besitz (leider nur) eines Gutscheins für ein Fahrsicherheitstraining gelangt.

Sonntag Morgen um 8.30 Uhr ging es los und sollte bis 18.00 Uhr dauern. Unser Trainer - ehemaliger Polizist -



hat die theoretischen Inhalte sehr schön komprimiert. Der Schwerpunkt lag auf fahren, fahren, fahren...



... und noch viel wichtiger auf bremsen, bremsen, bremsen - immer schön auf nasser Fahrbahn.



Immer gab es eine Beobachtungsgruppe



die sich das Geschehen aus unmittelbarer Nähe ansehen konnte.



Dem anwesenden Jungvolk hatten wir einiges an Fahrsicherheit voraus, aber es hat sich auf jeden Fall trotzdem gelohnt. Wir gingen mit dem Gefühl vom Platz, dass der Smart ein sicheres, gut beherrschbares Auto ist, dass nicht schleudert und nicht umkippt. Jedenfalls nicht früher als andere Autos - eher etwas später! Ich kann so ein Training wirklich weiterempfehlen.


Sonntag, 20. April 2008

Auf dem Affenfelsen

Die erste Wärme hat heute zum ersten Mal etwas mehr Leute hervorgelockt.



Auf den warmen Steinen haben sich zahlreiche Primaten der sozialen Fellpflege hingegeben



zugesehen wie viel Wasser den Rhein hinunterfließt



immer wieder das gleiche Panorama in sich aufgenommen.



und das Motto von Gauloise blondes umgesetzt:



"Heute mache ich mal was ich will - nichts!"

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Samstag, 19. April 2008

Noch 100 Tage

Heute Nachmittag waren Lisa, Leonie, Meike und ich zum nachträglichen Geburtstagskaffeetrinken bei Mutter. Oliver konnte leider nicht, hat aber sehr lebhaftes Interesse an einem baldigen guten und üppigen Mahl geäußert ;-)



Nach einem ausführlichen Schwatz und der obligatorischen Würfelrunde, hat Mutter die Mädels nach Hause gefahren und sich Lisa´s Gartenhäuschen zeigen lassen.
Dabei kam auch noch heraus, dass ihr Freund Julian in genau 100 Tagen aus Kanada zurückkehrt. Der Countdown ist angelaufen.



Apropos Kanada - wer kann sich noch an DIESES BILD erinnern????
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Freitag, 18. April 2008

Ich hasse Euch

Heute hat Mutter Geburtstag und mein Blumenstrauß ist der allerschönste! Dachte ich jedenfalls bis 10.36 Uhr. Dann kamen innerhalb von zwei Minuten zwei Fleuropboten, die je einen Strauß von Andreas (größer) und Horst (am allergrößten) brachten. Buh hu hu... Ich hasse Euch!



Wir haben schön gefrühstückt, dann habe ich Mutter aus ihren beiden Geburtstagsbüchern vorgelesen und abends waren wir noch mit Meike essen. So endete meine therapeutische Badewoche in Wersten. Mir geht es auch schon viel besser.

Abends habe ich mir dann ein Herz gefasst und Mutter ganz fest von Andreas und Horst gedrückt. Ja - so bin ich!
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Donnerstag, 17. April 2008

USA erklärt

Mein liebster USA-Blog, den man jetzt auch über die Links auf der rechten Seite --> erreicht, hat mich alten Landkartenfreund auf folgende aktuelle Vodkawerbung aufmerksam gemacht, die in Mexiko Begeisterung, in den USA Verstimmung ausgelöst hat.



Wem das Bild nicht sofort alles sagt, kann sich hier über die Hintergründe schlau machen.
Der empfundene Ärger hat sich bereits in einer Reihe von Nachahmerbildern Luft gemacht.






Na - muss es denn gleich so aggressiv sein? Ich empfinde die Original-Werbung eher als humorvolles Kokettieren mit dem chronischen Underdogstatus der Mexikaner. Besser gelungen ist meiner Meinung diese Anspielung auf das texanische Selbstbewusstsein...


... und dieser dezente Gruß an die schwedische Firma >Absolut<.



Die hier scheinbar angedeuteten dezenten Spannungen zwischen Schweden und Finnland sind mir genau so unbekannt wie (bis vor kurzem) die zwischen Ohio und Michigan. Werd´ mal recherchieren.
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Dienstag, 15. April 2008

Narkose mit oder ohne Zuzahlung?

Den Chefarzt habe ich für die restliche Zeit meines Aufenthaltes nicht mehr wiedergesehen. Dafür aber häufiger wechselnde Stationsärzte. Bei ihren kurzen Stippvisiten schienen sie über das weitere Vorgehen bei mir nicht informiert zu sein.



Immer wieder nahmen sie erstaunt zur Kenntnis, dass sich der Chefarzt schon zu meinem Fall geäußert hatte (wie das???). Seine Empfehlung an den vermeintlichen Privatpatienten: "Vor der Operation gehen Sie noch eine Woche nach Hause. Je besser sich die vorhandene Schwellung zurückbildet, desto besser ist das OP-Ergebnis." Aha, so so, na gut...

Erst im Nachhinein ist mir so richtig klar geworden (?!), dass man während meines fünftägigen Krankenhausaufenthaltes nicht die allerkleinste Untersuchung bei mir durchgeführt hat, um die Notwendigkeit der angedachten OP abzusichern. Bei Beschwerden wie den meinen ist eine OP bekanntermaßen immer Mittel der letzten Wahl. Insbesondere, wenn sie ohne Vorgeschichte das allererste Mal auftreten. Bei mir wurde die OP-Indikation schon in der Ambulanz innerhalb von 20 Sekunden nach einfacher Blickdiagnose gestellt.


Mir kam der Verdacht...

- dass jemandem die vorgeschriebene Anzahl von Operationen für seinen Facharzt vollkriegen muss und/oder
- dass das Krankenhaus sich bemüht, die gesetzlich festgelegten OP-Mindestmengen zu erreichen (um die Lizenz für diese Art von OPs nicht zu verlieren)

Über eine ganz häßliche Variante (aus den USA) berichtet Professor Kurt Lauterbach in seinem Buch "Der Zweiklassenstaat". Lauterbach ist unter anderem Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln und Gastdozent an der Harvard School of Public Health in Boston. Er kenne persönlich bekannte Ärzte und Wissenschaftler, die ihm persönlich erzählt hätten, dass am "Menschenmaterial" der "ärmeren Schichten" gerne mal OP-Techniken eingeübt werden, damit man sie dann für die zahlkräftige Kundschaft sicher beherrsche. Vor dem Hintergrund meiner sonstigen, traurigen Berufserfahrung im Gesundheitswesen erscheint mir das durchaus vorstellbar.

Wieder zuhause, habe ich mich per Internet über die (sieh an, sieh an !) erheblichen Risiken der vorgeschlagenen OP informiert. Eine Aufklärung dazu habe ich ebensowenig erhalten wie eine Besprechung von Behandlungsalternativen. I´m not amused !!



Nach Entlassung habe ich einen Spezialisten mit der Bitte um eine Zweitmeinung konsultiert und siehe da - eine OP im jetzigen Stadium sei nicht indiziert. Beim dauerhaften Fortbestehen der Beschwerden könne man das Problem durch einen kleinen ambulanten Eingriff beheben. Ich kann nur darauf hoffen, dass es sich hierbei um eine sachlich fundierte und nicht wieder um eine Empfehlung im Eigeninteresse handelt...
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Montag, 14. April 2008

Nachrichten mit Tattoo-Heinz

Heute im Frühstücksfernsehen ein gute und eine schlechte Nachricht:

Gut: In der Bundesliga hat sich Arminia Bielefeld gestern Abend endgültig von den Abstiegsplätzen verabschiedet.
Heinz: "Ja Mann, das wurd abba auch ma Zeit. Hamse sisch escht fadient die Jungs!!!!"



Schlecht: Irgendwas mit G oder A - äh - Afriga??



Heinz: "Scheiß Neger oda wie dat da all heisst - dat Kropzeuchs. Nur am Stehlen dran und imma schießen. Selbs in Schuld. Solln ma die Aaschbacken zusammenkneifen, dann fluppt dat auch."
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Samstag, 12. April 2008

Klassenunterschiede

Bei Aufnahme ins Krankenhaus bin ich von verschiedenen Personen insgesamt fünfmal gefragt worden, ob ich privat versichert sei oder wenigstens eine private Zusatzversicherung für das Krankenhaus habe. Obwohl ich das stets verneinte, hat man mich auf die Privatstation verlegt.



Nach fünf Minuten hatte ich eine Infusion mit Schmerzmitteln und nach 15 Minuten einen Besuch des Chefarztes am Bett und ein Gespräch. In meinem geschmackvoll eingerichteten Zweibettzimmer hatte ich einen sehr netten Zimmernachbarn. Einen pensionierten Lehrer, der im Ruhestand an der VHS französisch für Damen anbot und Studienreisen organisierte. Ein feiner, angenehmer Zeitgenosse mit viel Damenbesuch - unter anderem die evangelische Klinikseelsorgerin ;-) Wir haben uns gut unterhalten.

Nach vier Stunden hat man bemerkt, dass wohl ein Missverständnis vorliegt und mich aus nicht näher erläuterten "organisatorischen Gründen"auf eine andere Station verlegt.

Die Station für Kassenpatienten war überfüllt und laut. Drei Betten pro Zimmer (zeitweise vier) - so eng gestellt, dass man den Nachtschrank nicht drehen konnte. Dusche und Toilette auf dem Gang für die ganze Station. Als ich kam, fand ich im Zimmer den 84-jährigen Herren vor, der bei meiner Aufnahme wimmernd in die Ambulanz eingeliefert wurde, weil er von der Leiter gefallen war. Er hatte in all den Stunden noch immer keine Infusion mit Schmerzmitteln bekommen.



In den Tagen meines Aufenthaltes hatten wir unter anderem einen tätowierten Schläger auf auf dem Zimmer. Ein treuer Bildzeitungsleser (Sportteil), der sich mit Interesse die unterste Programmkategorie der Privatsender reinzog. Dann war da noch der Grieche mit dem infizierten Hundebiss, der sich die Infusionen rauszog und die Biege machte, weil er im Zimmer nicht rauchen durfte, ein junger Russe mit Schnittwunden u.a.m. Allsamt Leute, die sich keine fünf Minuten mit sich selbst beschäftigen konnten. O-Ton: "Lesen? Ne lass ma - da bin nich so dafür..." Alle - wirklich alle - haben ihre weibliche Begleitung ordentlich runtergeputzt und rumkommandiert.

Die Unterschiede waren auch beim Personal zu spüren. Etliche Krankenschwestern mit "Migrationshintergrund", eine Überdrehte mit Kneipenjargon und Kneipenlautstärke und noch ein paar Originale.

Na was soll´s. So lange sich die Behandlung nur in der Anzahl der Scheiben Käse und Wurst bei den Mahlzeiten und sonstigen Äußerlichkeiten unterscheidet, ist die Welt ja noch in Ordnung...
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Donnerstag, 10. April 2008

Urlaub auf Krankenschein

Mein Schmerz diagonal vom Herz hat sich als akut behandlungsbedürftig entpuppt. Man wollte mich sofort im Krankenhaus behalten, aber mit dem Argument, ich müsse noch dringend einen Blog-Eintrag schreiben, konnte ich durchsetzen, noch mal nach Hause zu fahren.

Hach, ich bin entzückt. Eine Woche rumliegen, Verpflegung ans Bett und lesen, lesen, lesen... Die Tasche ist schon bis obenhin voll. Mal sehen, ob ich noch die Zahnbürste dazugequetschen kann.



Nächsten Montag muss ich leider zur Hälfte abschreiben, denn da will man mich operieren. Hoffentlich geht das zügig. Schade, dass ich das GEZ-Video nicht finde, auf dem sich der Patient kurz vor der Entlassung immer wieder selbst verletzt, um noch etwas länger bleiben zu können.

Laut gesetzlichem Qualitätsbericht ist einer der häufigsten chirurgischen Eingriffe im Vinzenz Krankenhaus die Entfernung von Metal aus dem Körper. Wusste gar nicht, dass die Gegend dort so gefährlich geworden ist. Hoffentlich stören mich die nächtlichen Schießereien in der Nachbarschaft nicht beim Lesen. Ach ja - Oropax nicht vergessen...

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Das Alter

Den Zahnarzt hatte ich kaum hinter mir, da musste ich wegen zunehmender Hüftschmerzen einen Orthopäden aufsuchen. Ich habe mir gleich Überweisungsscheine für den HNO (Halskratzen seit zwei Wochen) und den Hautarzt (Krebsvorsorge) besorgt. Heute muss ich noch mal hin. Ich bin irgendwie im Arsch und brauche deshalb noch eine Überweisung zum Proktologen...



Ärzte besuchen und über Beschwerden reden. Es ist so weit...
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